Detlef Becker, HEIKAUS Concept GmbH

über Optik Leonhardt/ Bretten

Welche Aufgabe stand ganz am Anfang des Projektes?

Die neuen technischen Anforderungen bei Optikern brauchen Platz. Das war auch der Grund für den Umzug von Optik Leonhardt in neue Räume und die stattliche Erweiterung von 90 auf über 200 m². Es galt einen Spagat zu schaffen, die familiäre Atmosphäre zu erhalten aber gleichzeitig neue Zonen für die moderne Optometrie einzurichten.

Was war dem Bauherrn wichtig? Wie haben Sie die Wünsche in Ihr Konzept integriert?

Der Kunde hatte etwas Angst vor der Größe der neuen Räumlichkeiten. Denn das alte Geschäft war zwar etwas eng, aber eben auch familiär und einladend.

Wir haben deshalb von Anfang an stark auf die Atmosphäre geachtet. Zum Beispiel haben wir viel Zeit auf die Material- und Farbtonwahl verwendet. Die Nuancen der Holztöne, im Zusammenspiel mit Kupfer und der grünen Wandfarbe mussten perfekt passen. Und bestimmte Elemente wie beispielsweise die hinterleuchtete Sonnenbrillenwand oder die Teppichinseln in den Sitzbereichen unterstützen diese Wirkung.

Optik Leonhardt/Bretten

Projekt: Optik Leonhardt/ Bretten
Bauherr: Optik Leonhardt & Co. GmbH
Architekten: HEIKAUS Concept GmbH
Ausführendes Unternehmen: HEIKAUS Interior GmbH

Und wie haben Sie das Thema Technik umgesetzt? Das war ja der Grund für den Umzug und die Vergrößerung?

Wir haben die Bereiche im neuen Verkaufsraum in einen schönen Flow gebracht und dabei eine Dramaturgie entwickelt, wie der Kunde am Eingang empfangen und in die thematischen Zonen durch den Shop geleitet wird.

An der breiten Fensterfront nimmt die im Bogen geformte, einladende Wand die Kunden mit Lifestyle-Produkten in Empfang. Vorn gestaltet sich alles sehr trendy und locker, mit Sonnenbrillen, Theke und Kaffeebar.

Dahinter folgt der klassische Bereich der Korrektionsbrillen mit Sitzplätzen für die individuelle Kundenberatung und schließlich der modernen Refraktionsbereich mit Messplätzen. Wichtig war uns, die Bereiche zwar funktional zu teilen, aber dennoch eine schöne Raumspannung zu schaffen. Beim Betreten soll der Kunde sofort die ganze imposante Größe des Raumes erleben..

Wann ist für Sie ein Store-Konzept gelungen, welche Kriterien sind Ihnen wichtig?

Das Wichtigste ist, dass sich der Bauherr wohlfühlt und sich im Geschäft wiederfindet. Er arbeitet hier und empfängt seine Kunden, das muss einfach passen. Der Erfolg des gestalterischen Konzepts zeigt sich daran, wie stimmig sich die unterschiedlichen Bereiche des Optikers in eine Gesamtwirkung im Raum zusammenfügen.

Wie unterstützt der Boden bzw. das Beton-Design die Umsetzung des Store-Konzepts?

Grundsätzlich sollte der Boden die atmosphärische Stimmung des Raumes tragen. Und der Bauherr wünschte sich eine neutrale, klar strukturierte Musterung und Farbgebung. Eben etwas, das über die Zeit trägt. Die Betonoptik passte für all diese Anforderungen.

Außerdem sind im Ladenbau Böden wichtig, die leicht zu pflegen sind und lange gut aussehen. Deshalb fiel die Entscheidung auf den DLW LVT Designbodenbelag Scala PURe, der genau diese Eigenschaften mitbringt.

Was macht das Projekt Optik Leonhardt abschließend für Sie so besonders?

Ein moderner Optiker muss sich gegen den Online-Handel behaupten. Er ist nur erfolgreich, wenn er modische Beratung mit medizinischer Kompetenz verbinden kann. Es ist hier optimal gelungen, den vorgelagerten Lifestyle-Bereich, die Kohäsionsbrillen und die Refraktionsräume als einzelne Bereiche aber dennoch gesamtheitlich stimmig auszuarbeiten.

Detlef Becker, Dipl. Ing. Architekt und Geschäftsführer der Heikaus Concept GmbH in Mundelsheim, DE.

Fakten

Datum: 06.09.2017
Kategorie: Architektur & Mensch
Autor: DLW Design