Glanzlichter

Schönheit ist vergänglich? Von wegen! Mit einer Patina entsteht sie erst!

Auch die großen Architekten des Bauhauses der 20er Jahre von vor beinahe 100 Jahren wählten unifarbene Linoleumböden aus industrieller Fertigung, die leuchtenden Farbtöne bildeten den perfekten Rahmen für ihre puristischen Interieurs.
Schlichte Eleganz mit Glanz hieß das Zauberwort. 

Wachsen und Bohnern ist mittlerweile out. Der moderne Linoleumboden wird heute werkseitig mit einer schützenden Beschichtung versehen, die seine Oberfläche perfekt gegen schädigende Einflüsse abschirmt. Darunter befinden sich dieselben natürlichen Werkstoffe wie in alten Zeiten, wie zum Beispiel Leinöl, Korkmehl und Naturharze. 

Lino Art hingegen steht für einen völlig neuen Ansatz im Linoleumdesign: Es ist inspiriert von der zeitlosen Vielfalt metallischer Oberflächen, würdevoll gealterten Industriearchitektur – absolut einzigartig ist die Kombination mit Einstreuungen aus Echtmetall, die dem Belag schimmernde Eleganz verleihen.

 Vom Rohen zum Feinen - Linoleum trifft Echtmetall

Lino Art Alumino

Das Industriegrau mit Aluflakes der Lino Art Alumino reflektiert das Licht und passt sich seiner Umgebung wie selbstverständlich an.

Industrie in Würde gealtert!

Metallische Reflexionen, Stahl, Edelrost und die Patina verwitterter Industriebrachen dienen als Inspiration für das neue Linoleum.

Lino Art Bronce

Spannend ist die Interpretation von Messing und Bronze bei "Lino Art Bronce" Die Pigmente ziehen sich hier wie ein changierender Schleier über den braunen Grundton und bringen Vintage-Feeling auf den Boden.

Wie kam die Idee zustande?

"Faszinierend fand ich die Kombination von klassischem, eher mattem Linoleum mit den glänzenden Flakes, die dem Material durch Lichtreflexionen eine schimmernde Eleganz verleihen. Um den Architekten freie Assoziationen anzubieten, haben wir einen Leporello zur Kollektion entwickelt, als Inspirationsquelle mit Bildwelten von „rough to refined“ mit würdevoll gealtertem Industriedesign kombiniert mit Skulpturen aus verwittertem Stahl."  (Heike Rittler - DLW Designer)

Mit einer „honourable mention“ würdigte die Expertenjury des red dot design awards die Kollektion. Die Architekturzeitung AIT hat Lino Art mit dem „Innovationspreis Architektur und Boden“ ausgezeichnet und Leser der Zeitschrift „Eurodecor“ haben die Kollektion zur „Besten Innovation des Jahres 2010“ gewählt. Das exklusive Leporello zur Kollektion erhielt zudem den iF communication design award.

Lino Art Firmament

Wie ein sternklarer Nachthimmel wirken die größeren Einstreuungen im tiefschwarzen Linoleum bei Lino Art Firmament.

Lino Art Alumino im Einsatz - Kita Göttingen

Die Grundstruktur wie Wände und Decken besteht aus Betonfertigteilen, die nicht verputzt oder versteckt wurden. Die Einbauten sowie die Türen und Möbel sind aus ölimprägniertem Nadelholz gefertigt. So bleibt die Haptik der Materialien – Holz und Sichtbeton – sicht- und spürbar. Um die kontinuierliche Wirkung der Innenräume zu stärken sind die Türen bündig in den Beton eingelassen und die gläsernen Trennwände rahmenlos ausgeführt. Zudem läuft der dunkel und leicht reflektierende Bodenbelag Lino Art Firmament ohne Sockelleisten an die Wände.

Objektdaten

Bauherr: Universität Göttingen
Architekten: Despang Architekten, Hannover/Oberhaching/Radebeul/University of Arizona, Tucson/USA
Fertigstellung: 2010 
Standort: Justus-von-Liebig-Weg 6, 37077 Göttingen 
Bildnachweis: Olaf Baumann, Hannover